#GIVING TUESDAY NOW 5.5.2020


Die Lebenshilfe trägt Sorge für Menschen mit Behinderungen. Mit oder ohne Krise. Helfen Sie mit.


Menschen mit Behinderungen sicher durch diese Zeit zu bringen, ist eine große Herausforderung.



Die Verbreitung des Corona-Virustrifft derzeit fast alle Menschen rund um den Globus. Auch Unternehmen. Die Lebenshilfe begleitet Menschen mit Behinderungen. Sie und ihre Angehörigen verlassen sich auf uns. Viele von ihnen zählen zur Risikogruppe. Daher tragen wir im Moment besonders viel Verantwortung und stehen vor ganz neuen und speziellen Herausforderungen.

Kein Unternehmen konnte ein Jahr wie dieses vorhersehen und vorausplanen. Die einen sehen sich plötzlich mit Auftragsrückgängen und einem Überschuss an Waren konfrontiert, wir bei der Lebenshilfe stehen vor dem umgekehrten Problem: Wir sind mit einem enormen Mehraufwand konfrontiert: vom Krisenmanagement, der Kommunikation, der Betreuung vor Ort bis hin zur Beschaffung von Schutzausrüstung.

 
2.700 Menschen zählen auf uns

Wir betreuen 2.700 Menschen. Auch jetzt. Um rechtzeitig die richtigen Maßnahmen zu ergreifen und koordiniert umzusetzen, sind wir im Rahmen des Krisenmanagements gefordert, in enger Abstimmung mit unseren MitarbeiterInnen flexibel Abläufe anzupassen sowie » Informationen für alle zu erstellen und in Kontakt mit allen zu bleiben.

drei Bilder - alle zeigen Menschen mit Behinderungen mit ihren BegleiterInnen

 
Nähe und Information trotz Social Distancing

Menschen mit Behinderungen und Lernschwierigkeiten sind oft schlechter Informiert, weil sie die Flut an Informationen im Internet oder den Zeitungen nicht erfassen können. Wir erstellen » Corona-Informationen in leichter Sprache, etwa in Form von Erklärvideos. So sind die Menschen, die wir unterstützen, informiert – vor alle auch jene, die eigenständig wohnen. Diese brauchen auch Unterstützung in der Gestaltung des Tagesablaufs, wenn sie plötzlich ohne soziale Kontakte den ganzen Tag alleine zuhause sind.

Eine Frau telefoniert.

Wir versuchen, mit allen in Kontakt zu bleiben. So haben wir etwa das „Tratschofon“ eingerichtet. Denn es ist wichtig, dass sie jemanden zum Reden haben. Dasselbe gilt auch für Familien, die ihre Angehörigen nicht mehr in die Tagesbetreuung bringen, das ist eine große Herausforderung.

2.700 Menschen zählen auf unsere Unterstützung und Begleitung – und vor allem darauf, dass wir sie sicher und gesund durch diese bewegte Zeit bringen.

 
Sicherheit für alle BewohnerInnen und Schutz für Risikogruppen

Viel Energie geht auch in das Bestreben, die Bewohner in unseren Einrichtungen bestmöglich zu schützen, vor allem jene, die zur Risikogruppe zählen. Dafür sind eine Vielzahl von Maßnahmen hinsichtlich Dienstpläne, der Adaption von örtlichen Gegebenheiten und Schulungen ebenso notwendig wie die Kommunikation mit den Bewohnern und deren Angehörigen.

Zwei Menschen stehen auf einem Balkon und halten ein Schild, auf dem steht: beib zuhause

 
Ein geänderter Arbeitsalltag für 1.000 MitarbeiterInnen

Die Betreuung jener Menschen, die wir begleiten, müssen wir zu jeder Zeit sicherstellen. Dienstpläne können nicht wie bisher fortgeführt werden. MitarbeiterInnen, die zur Risikogruppe zählen, können nicht mehr zum Einsatz kommen. Andere MitarbeiterInnen finden sich in neuen Einsatzbereichen wieder. So unterstützt die Tagesbetreuung etwa im Wohnbereich – das bedeutet für sie zum Beispiel Nachtdienste statt normaler Arbeitszeit.

Zwei Menschen mit Schutzmasken winken von einem Balkon.

Als Vorsichtsmaßnahme wurden Dienstpläne so geändert, dass in Gruppen, in Schichtdiensten gearbeitet wird. Das soll zum einen ein Ansteckungsrisiko unter den MitarbeiterInnen bestmöglich minimieren und zum anderen im Ansteckungsfall möglichste wenige MitarbeiterInnen zu einem Dienstausfall durch Quarantänemaßnahmen zwingen.

Mit dem Fortschreiten der Pandemie kommt es auch zu krankheitsbedingtem Ausfällen von MitarbeiterInnen, für die wir Ersatz finden müssen.

Allen MitarbeiterInnen gebührt in dieser Situation unser größter Respekt. Ganz besonders jenen, die sich freiwillig bereit erklärt haben, am Virus erkrankte Menschen zu begleiten. Wir sind überwältigt vom Engagement unserer KollegInnen!

Eine Frau im Schutzanzug

Ganz speziell sind auch die neuen Aufgaben für MitarbeiterInnen: Es besteht ein erhöhter Schulungsbedarf rund um das Corona-Virus. Vor Ort müssen sie richtig Erkennen und Handeln können. Die psychische Belastung ist in dieser Zeit ungleich hoch. Zum anderen ist das Anlegen einer Schutzausrüstung eine neue Herausforderung für alle MitarbeiterInnen, die sich bereit erklärt haben, am Virus erkrankte BewohnerInnen zu begleiten.

 
Räumliche Isolierbereiche und Schutzausrüstung

Kritisch ist die Lage, wenn es zu Erkrankungen kommt. Wir müssen, so gut es geht, vermeiden, dass sich andere BewohnerInnen anstecken.  So haben wir in unseren Einrichtungen umgebaut, um Isolierbereiche für Erkrankte zu schaffen, in denen sich unsere MitarbeiterInnen gemeinsam mit den betroffenen erkrankten BewohnerInnen in Quarantäne begeben.

Schutzausrüstung - Maske und Handschuhe

Sorge bereitet uns die Situation rund um die Schutzausrüstung. Sie ist der einzige Weg um MitarbeiterInnen und in Folge auch die BewohnerInnen vor einer Ansteckung zu schützen. In der Organisation laufen die Beschaffungsversuche auf Hochtouren, hier benötigen wir dringend mehr Unterstützung, um allen Sicherheit bieten zu können.


 
Stillstehende Betriebe und Werkstätten

Für einen Kaffeeplausch mit leckerem Kuchen ist derzeit leider nicht die richtige Zeit. Und gerade jetzt, wo sich mit den steigenden Temperaturen viele auf das erste Eis im » Café Famoos gefreut haben, bleiben die Türen der Konditorei geschlossen. Zahlriche KellnerInnen und KonditorInnen sind davon betroffen.

Ob Kunstwerk, » Seifenproduktion oder Holzarbeiten – auch die Produktionen in den » Lebenshilfe-Werkstätten im Raum Graz, Lieboch, Voitsberg und Gratkorn stehen still. Aufgrund des Social Distancing finden sich kaum Menschen mit Behinderungen an ihren Arbeitsplätzen.

Auch die weiteren Betriebe der Lebenshilfe wie das » Team A+ oder » Die Wäscherei sind betroffen.

zwei Bilder: eines zeigt das leere Café Famoos, auf dem zweiten stehn zwei Mitarbeiter und eine Mitarbeiterin des Famoos

 
Hilfe zur Selbsthilfe: die Café-Konditorei Famoos in Mooskirchen hat auf Zustellung umgestellt. In einigen Werkstätten nähen Betreuerinnen Nasen-Mund-Schutzmasken, die man im Webshop kaufen kann. Ein kleiner Beitrag, der den Ausfall der Betriebe und Werkstätten jedoch nicht wettmacht.  

Alle Menschen, die in unseren Betrieben arbeiten, verdienen mit ihrer Arbeit einen Beitrag zu ihrem Lebensunterhalt. Dieser fehlt nun auch ihnen.

 
Solidarität leben. Aufeinander schauen.  Jetzt helfen!

Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung von all jenen, die das Glück haben, von Corona nicht betroffen zu sein und die es sich auch jetzt leisten können, sich solidarisch zu zeigen. Allen anderen wünschen wir, dass sie die Zeit gut durchstehen!

Jetzt Spenden!

 

Hintergrundinformation: #GivingTuesdayNOW ist ein globaler Tag des Gebens und der Einheit, der am 5. Mai 2020 als Notfallreaktion auf die durch COVID-19 verursachte Notlage stattfindet. Es ist ein Tag, an dem wir alle zusammenkommen, um etwas zurückzugeben, ganz gleich, wer oder wo wir sind. #GivingTuesdayNOW wird von » GivingTuesday organisiert, in Partnerschaft mit seinem globalen Netzwerk von Global Leadern, Partnern, Gemeinden und Einzelpersonen. Das Ziel ist es, eine gerechtere und großzügigere Welt zu schaffen, eine Welt, in der Großzügigkeit das Herzstück der Gesellschaft ist, die wir gemeinsam aufbauen, und die Würde, Chancen und Gerechtigkeit auf der ganzen Welt freisetzt.



Jetzt Spenden - #GIVING TUESDAY NOW 5.5.


Kontakt

Fundraising
Conrad-von-Hötzendorf-Straße 37a, 8010 Graz
Maria Williams
Maria Williams
Leiterin



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